Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
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O.uiuctilianen die Römer manchmal erlaubten) von der gc-wohnlichen Aussprache abwichen.

Die mit einem kurzen Selbstlaut endende Splbe, wenndas nächste Wort durch zwei Mitlaute aufing (te in Lauteklang) war nur bei den Griechen zweizeitig, und zwar,wie es scheint, nicht in Prosa, sondern bloß in Versen; aberdie Römer verwarfen diese Verfeinerung der Position selbstin ihren Versen.

Ick erkläre mich übrigens nur in sofern gegen die Posi-tionen, als durch sie eine widrige Dehnung entsteht.

Ganz wa-s anders ist es also, wenn ein Grieche z. B. unserkurzes gelt in segelt, weil hier die beiden letzten Mitlautezu eben der Splbe gehörten, lang aussprach. Ich gestehe auchzu, daß dieses gelt, welches bei uns, dem Begriffe gemäß,kurz ist, keine leichte Kurze habe. Aber wenn es auf dieWahl zwischen der nicht leichten und der zur Länge gedehntenKürze ankömmt; so zweifelt mein Ohr keinen Augenblick, undzieht jene vor. Ueberdieß haben wir solcher mangelhaftenKürzen gewiß viel weniger, als die Griechen solcher noch weitmangelhafteren Längen hatten. Auch kommen wir mit jenen,durch Hülfe der schnelleren Aussprache, ganz gut zurecht, in-dem wir ihnen dadurch einige Leichtigkeit geben.

Denn wir lassen überhaupt die Mitlaute unsrer Kürzennoch schneller hören, als der Längen ihre; und fürs zweiteeilen wir auch mit ihrem Selbstlaute, weil er tonlos ist.Ob sie nun gleich durch die Zeit des Aussprcchens von denLängen schon unterschieden sind; so unterscheidet sic doch ihreTonlosigkeit noch mehr, und zwar deswegen, weil der Um-stand, daß ihnen der Ton immer fehlt, eben so merklich ist,als der, daß ihn die Längen beständig haben.

(Ich merke hier beiläufig an, daß wir der größer»