Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
86
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gekommen ist, oder die Nation, ihren Hexameter nur immergegen den griechischen hielte, und ihn, sobald er diesem un-gleich wäre, verwürfe.

»Dieß ist die Ursache, warum man der Mühe, solcheEntwürfe zu beantworten, nicht völlig überhoben seyn kann.

Allerdings würden viele von unfern Kürzen für das Ohrder Griechen sogar Längen gewesen seyn. Denn mehr Mit-laute oder ein Doppellaut mußten auf sie uothweudig einenstarken Eindruck machen, weil sie, bei den vielen tonlosenLängen, die sie zu Horen gewohnt waren, nur diesen Eindruckbekamen.

Ich will doch, was die Mitlaute betrifft, ein paar Wortedavon sagen, wie weit die Aufmerksamkeit auf den Einenvon keinem andern geschwächten Eindruck die Griechen führte.

Ihre kurzen Selbstlaute (auch die zwcizeitigen sind indenen Fällen hierher zu rechnen, in welchen sie, ohne Posi-tion, immer kurz sind) wurden auch dann lang, wenn

1) der Eine von zwei folgenden Mitlauten zu der näch-sten Sylbe oder zum nächsten Worte gehörte, als gel in se-gelte, oder tcs in sanftes Gelispel, und wenn

2) die Mitlaute beide zur nächsten Sylbe oder zum näch-sten Worte gehörten, als Ge in Gestade, oder te in Lauteklang. (Das letzte ist zweizeitig, und wird daher auch langgebraucht.)

Welche Feinheit des griechischen Ohrs! wird man aus-rufcn.

Feinheit des Ohrs wär's also, wenn es hören mag, daßman die Kürze gewaltsam zur Länge ausdehnet? Und dasthut man in den angesührten Fällen.

Denn Sylbcn oder Wörter, die noch nicht ausgesprochensind, können an denen, die es schon sind, und also auch die