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10 (1844)
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wie er seine Zeit zubringe. Wir hören den Ton gern, mitdem er die Länge ansspricht. Auch Folgendes ist ein Beweisvon dem, was ich behaupte: Wenn man in der Leidenschaftso schnell spricht, daß die Buchstaben nur eben gehört werden,und darüber die Länge beinah weniger Zeit als sonst dieKürze hat, so ist es der Ton, was als unterscheidend her-vorschallt.

Ich muß hier beiläufig anmerken, daß Einige unter uns,und besonders neuere Scholiasten, denen es die andern nach-sprachen, so unrichtig von unsrer Sylbcnzeit geurtheilt, daßsie sogar gemeint haben, unsre Längen wären es deswegen,weil sie den Ton hätten. Aber der Ton macht ja die Längenicht, sondern sie, die es aus andern Ursachen ist, batden Ton.

Die Griechen setzen den steigenden Accent auch auf kurzeSylben.' Dieser Accent also, und unser Ton find etwasganz Vcrschiednes. Hierbei Hab' ich nicht nöthig zu unter-suchen, wie z. B. die Anssprache die Länge thröo in demWorte anthroopu, von den beiden andern unterschiedenhabe, die wahrscheinlich gar keinen Ton. wenigstens nichtden unsrigen hatten. Noch mehr: Die Längen mit demsinkenden Accente hatten gewiß keinen Ton z. V. von inpesov n. Nur die mit dem doppelten Accent dürfen vielleichtden unsrigen ähnlich gewesen sepn.

Unser Ton hat drei Modifikationen. Er ist entwederoffen: lo in loben, oder abgebrochen: sann, oder auch ge-dehnt: Strom. In phöotes konnte phoo nicht wieStrom klingen. Vielleicht klaitZ es wie Io in loben. Nurvon in tyeöon und andre solche wurden vermnthlich wiebei uns Strom ausgesprochen.

Ueberhaupt kann cs aber selbst von dem doppelten Accente

LNopftock, vermischte Schriften. 6