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die Begriffe nichts mehr entschieden werden kann. Wennz. B. dich ohne Leidenschaft ausgesprochen wird, so ist es,nach einer Kürze, mechanisch lang: wenn aber mit Leiden-schaft, so ist es, ohne Rücksicht auf die vorhergehende Kürze,lang; und dieß ist es, in dem gesetzten Falle, auch nach einerLänge, wo es sonst mechanisch kurz seyn würde. Daß wirauch ein Ohr haben, das genau bemerkt, und dem dasMechanische nicht gleichgültig ist, zeigen wir also genung beiBestimmung der Aweizeitigkeit durch die Stellung der Wörterund Sylbcn.
Das Mechanische der griechischen Quantität war auchdarin mangelhaft, daß es die Aweizeitigkeit nicht bestimmenkonnte. Man lernte ihre jedesmalige Geltung nur aus demVerse kennen. Hier mußte man sich also immer die Regeldes Sylbemmaßes denken; und in Dithyramben oder Prosahatte man gar nichts, womit man sich helfen konnte. Dionys,um wenigstens Ein Beispiel anzuführen, ist in einer kurzenStelle auf Demostheneu (von der Krone, gleich im Anfängevon hvsän bis agoona) dreimal zweifelhaft, wie er aus-prechen solle.
Je mehr Aweizeitigkeit eine Sprache har, desto unvoll-kommner ist sie von dieser Seite, und dieß besonders als-dann, wenn das Aweizcitige durch nichts anders als denVers bestimmbar ist. Denn diese Bestimmung ist keinewahre. Man spricht da nur lang oder kurz aus, weil csso seyn soll, und nicht, weil es so seyn muß. Wie vielAweizeitigkeit die griechische Sprache hatte, erhellt unterandern auch daraus, daß der vorhergehende kurze Selbstlaut,oder ein zweizeitiger, der an dieser Stelle sonst kurz gewesenwäre, zwcizeitig war, wenn das folgende Wort durch zweiMitlaute anfing. Der Fall ist gar nicht selten.