Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
78
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Ton d' ant AincinS Troooon agoS antion äüdn

Too de du' Aincia dvokcn niästovre phoboio,

Daiirou pinoosin svn de pleion depnS niei

Däml alläloon amphi stäthessi bocias.

Ich darf nicht unerinnert lassen, daß die Römer nnd unterihnen besonders Ovidius viel öfter als die Griechen diesenstarken Ausdruck des Langsameu da brauchen, wo er nichtzum Inhalte paßt.

7.Die deutschen Dichter richten sich bei allen ihrenSylbenmaßen allein nach dem hohen oder tiefen Accente,womit man die Splben ordentlicher Weise ansspricht. Dielateinischen Dichter hörten genauer, wie lang diese Splbcn..an sich selbst waren. Bei ihnen war ein Wort, worin zweistumme Buchstaben auf einander folgten, lang; nnd diesesmit Recht: weil es mehr Zeit erfordert zwei Buchstabenhören zu lassen, als einen.

Hierdurch bekamen sie ein sehr genau ausgerechnetesSylbenmaß.

Wir deutschen haben unsre Splbenmaße so buchstäblichgenau, wie die Griechen nnd Römer die ihrigen, nicht ab-gemessen, und auch nicht allzuwohl abmeffen können."

Die Sylbenzeit der Alten wurde bloß durch daS Ohr be-stimmt; sie war mechanisch. Die unsrige gründet sich aufBegriffe; (Empfindung und Leidenschaft werden hier nichtausgeschlossen) Mechanisches, das aber von andrer Art ist,nimmt sie nur bei Bestimmung der Aweizeitigkcit zu Hülfe,wohlverstanden, daß sie dieß nicht eher thut, als bis durch