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10 (1844)
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täglich reden hört, mithin völlig daran gewöhnt ist? Demgriechischen Ohre möchte freilich unser Jambus eintönigseyn, weil das der Polytonie gewohnt ist; aber dem nusrigenganz gewiß nicht."

Wer hier Vieles, und dieß recht genau vergleichenwill; und anders bringt er nichts Bestimmtes heraus, derwird finden, daß der Gang der griechischen Sprache und dernnsrigen nur in Einem Punkte wesentlich verschieden sey;und daß gerade dasjenige, was den griechischen unterscheidet,sehr lcicht zu Monotonie werde. Die Griechen brauchennämlich nicht selten solche Füße, in denen viele Langenoder viele Kürzen ans einander folgen; und sie stellen dieseoft dicht oder nah zusammen. Ihre Theoristen warnen sieaber auch, ja auf ihrer Hut zu seyn, und weder durch denGebrauch zu vieler Längen oder zu vieler Kürzen anszu-schweifen. Demetrius rechnet viele sich folgende Längen (seinBeispiel hat nur sechs) in Prosa wenigstens sogar zumFrostigen. Und diese Regel ist kein Einfall, sondern aus denBeispielen ihrer besten Prosaisten genommen. Wie leichtkönnt' es hier auch der Grieche »ersehn, und dahin kommen,daß er, wie ein Melancholischer, bald sehr langsam, undbald sehr schnell reden mußte.

Da mit folgenden beiden Stellen au-s demjenigen Redner,u, dessen Beispielen die Theoristen die besten Regeln desNumerus fanden, nicht wenige andere eben dieses Rednersüberein kommen; so kann man sich durch sie einigermaßeneinen Begriff von dem Gange der griechischen Sprache machen,den sie nämlich dann hatte, wenn unter andern auch jenesUnterscheidende recht gebraucht wurde. Die Stellen stehenbeide in der Rede von der Krone. Die erste fängt an mit:all' uk estin, und endigt mit: Aiscbinä.