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10 (1844)
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so wenig nachtheilig, daß sie dadurch vielmehr einen Vorzugvor den beiden alten Sprachen bekommt. Denn in diesenwird die Aweizcitigkeit allein dnrch den VcrS bestimmt, dasheißt: Man soll sie so oder so, des Verses wegen, aussprc-chen; aber man muß es nicht wegen des Inhalts oder derSprache thun.

auf die Ungewißheit, darin wir wegen der eigentlichenQuantität vieler Sylben, die in den vcrschicdncn deutschenProvinzen oft so sehr verschieden ausfällt, schweben;"

Der anders ausgesprochnen Sylben sind fürs erste nurwenige, und fürs zweite wird ihre Quantität bloß dieserund jener Mundart, und nicht der Sprache gemäßgeändert. Dieß kann also nicht mit in Rechnung gebrachtwerden.

auf die Ungleichheit von der Länge und Kürze vielerdeutschen Sylben, wo öfters die lange, wenn sie neben einerlängeren zu stehen kömmt, gewissermaßen in eine kurzeübergeht, oder die kurze durch die Nachbarschaft einer kürzcrneine Art der Länge erhält."

Ich wiederhole hier nur, daß dieß in jeder Betrachtung,in die es kommen kann, die beiden alten Sprachen auchangeht.

Aus dem allen urtheile man, ob wohl unsre Sylbeneine so reine Quantität haben, daß wir uns in unsererSprache vom Herameter eine gleiche Anmnth versprechendürften, als er in der griechischen oder lateinischen Sprache hat."

Anmuth möchte nun wohl nicht mehr von der Quan-tität, sondern bloß vom Klange gelten. Aber ist denn nurdas Sanfte des Klanges, und nicht auch seine Stärke Wohl-klang? Und ist nicht der starke Klang Ausdruck wichtigerer2 Gegenstände?