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so wenig nachtheilig, daß sie dadurch vielmehr einen Vorzugvor den beiden alten Sprachen bekommt. Denn in diesenwird die Aweizcitigkeit allein dnrch den VcrS bestimmt, dasheißt: Man soll sie so oder so, des Verses wegen, aussprc-chen; aber man muß es nicht wegen des Inhalts oder derSprache thun.
„auf die Ungewißheit, darin wir wegen der eigentlichen„Quantität vieler Sylben, die in den vcrschicdncn deutschen„Provinzen oft so sehr verschieden ausfällt, schweben;"
Der anders ausgesprochnen Sylben sind fürs erste nurwenige, und fürs zweite wird ihre Quantität bloß dieserund jener Mundart, und nicht der Sprache gemäßgeändert. Dieß kann also nicht mit in Rechnung gebrachtwerden.
„auf die Ungleichheit von der Länge und Kürze vieler„deutschen Sylben, wo öfters die lange, wenn sie neben einer„längeren zu stehen kömmt, gewissermaßen in eine kurze„übergeht, oder die kurze durch die Nachbarschaft einer kürzcrn„eine Art der Länge erhält."
Ich wiederhole hier nur, daß dieß in jeder Betrachtung,in die es kommen kann, die beiden alten Sprachen auchangeht.
„Aus dem allen urtheile man, ob wohl unsre Sylben„eine so reine Quantität haben, daß wir uns in unserer„Sprache vom Herameter eine gleiche Anmnth versprechen„dürften, als er in der griechischen oder lateinischen Sprache hat."
Anmuth möchte nun wohl nicht mehr von der Quan-tität, sondern bloß vom Klange gelten. Aber ist denn nurdas Sanfte des Klanges, und nicht auch seine Stärke Wohl-klang? Und ist nicht der starke Klang Ausdruck wichtigerer2 Gegenstände?