Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
49
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Sie finden, daß die angeführten langen Vokale und Diph-thongen nicht allzuselten als kurz Vorkommen.

Minna. Das müssen Sie wirklich thun. Da habenSie den Homer. Warum wollen Sie nicht?

Werthing. Ich will Ihnen die Mühe abnehmen. Docherst noch ein Wort mit Selmer. Homer ist mir zwar ebennicht unbekannt; aber ich hatte doch die Daktylen, die ausdrei Worten bestehn, nicht so bemerkt. Blättern Sie nochein wenig. Molossen von drei Worten können Ihnen, wegenIhrer Anmerkung, die Sie vorher machten, nicht gleich-gültig ftyn.

Selmer. Es scheint, daß Minna nichts dawider habenwird. Sie hat mir eben ein wenig Umständlichkeit empfohlen.

Enth' avt' all', Meer, braus' auf; All' ei, Berg, finkein; Has ut' an, Komm, stürz hin; Too nün mät', Wuthrief laut; Ei gar nün, Stand bang still; Tu men gar,Hvrt's, blieb stumm; HooS ho prosth', Nacht kam schon;U man avt', Pfeil fleug, triff; Hoi ton ge, Bleich sank sie;All' u läth', Schwert, blink her; Toon per tis, Luft, wehsanft; Ei per gar, Ach blick ans.

Doch genung. Sie hörten wohl, daß es nur Artikel undConjunktionen sind, die Homer in Molossen verbindet. DerFuß scheint mir zu stark für Partikeln zu seyn. Homer hatteübrigens viel Worte, die Molossen waren, und die er oftbraucht. Diese fehlen uns beinah ganz, und wir könnenunsre cinsylbigen langen Worte, vor allen die von starkerBedeutung, nicht besser brauchen, als wenn wenn wir sie inSpondeen, Baccheen, und Molossen zusammendrängen, undsie auf diese Art zu einem scheinbaren Ganzen machen.

Wcrthing. Welche Seite wollen Sie von diesen beiden,Heiners? Diese also. Sie hat dreißig Verse.

Klopslock, oermischte Schriften.

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