Unterdeß ist vielleicht unser: Wandeln, ein besserer Trochäus,als das griechische: Vainei, Bildend, als Moisai, und Va-ters, als Kaloi. Sie müssen nicht etwa glauben, Heiners,daß solche Worte selten als Trochäen gesetzet werden.
Heiners. Würde es Ihnen bei den Daktylen eben sogut gehen, wenn Sie noch ein wenig blättern wollten?
Selm er. Lassen Sie uns sehen.
Leussete, dichtete: Deidechat', heiliget. Auch der Schlußdes Daktyls mit dem einsylbigen Worte:
Pheuge mal', fliehe denn; Chersin hüph', wandte sich;Doomat' es, höret es; Enkha phil', Schrecken will; Avtarhoth, tönte vor. Auch drei cinsylbige Worte:
A ge mcg', Flöh' er doch; Ci de sü, Flog in der; Tooke tach', Zog sie sich; Tan de kar', Todt sie hat; Ä gar ap',Wenn sie von; Hoi men ar, Sing ich, er; Kadd' ar' ep',Stand er im; Hos rha t'ay', Wirf sie an. Doch, Minna,Sie wollen wohl, daß ich hier aufhöre.
Minna. Nein, ganz und gar nicht. Ich mag wohl,daß Sie bisweilen auch ein wenig umständlich mit unscrmFreunde Heiners reden.
Seltner. Uranu, eben dicß dorisch: Ooranoo, Wande-rers, A epei, Ewigkeit; Eisetai, Antioi, Ek domu, Heiligung.
Minna. Die Sache ist doch wirklich mit der griechischenQuantität viel anders, als ich sie mir bisher vorgestcllthatte. Hören Sie, Heiners, ich habe Lust, Ihnen ganz leiseins Ohr anzuvertrauen, daß viele von denen, die ich bisherallerlei von Homers Verse habe reden hören, vielleicht nichtsehr bekannt mit demselben gewesen sind.
Heiners. Cs mögen dieß wohl wenige Stellen seyn,die Seltner zu seinem Vortheile ausgesucht hat.
Seltner. Schlagen Sie ans, wo sie wollen, so werden