unsrer einsplbigcn Worte haben können; und theilS oft solcheTrocknen wählen, die nach der griechischen Anssprache Spon-deen seyn würden, und hei nns den Schein derselben haben.
Minna. Aber was hilft uns das, da wir Deutsche sind,und an diese Verglcichnng nicht denken? Denn was gehetuns übrige der zwanzigste unter den wenigen Lesern desHomer an, der so gar sein Splbenmaß versteht?
Selm er. Sie haben so sehr recht, als man nur habenkann: allein, auch ohne Verglcichnng, bleibt doch auch füruns ein Unterschied. Sie hören nämlich andere Trochäen,wenn Sie spondeenähnliche hören. Man könnte vielleichtsagen, geben Sie mir einmal den Homer her, Wcrthing,daß die Griechen auch solche Trochäen hätten.
Doch ich sehe jetzt die Sache nicht mehr in dem Gesichts-punkte an, daß wir durch diese Trochäen den Gang des Ver-ses etwas spondcisch machen wollen. Ich vergleiche nur dieQuantität der Griechen mit unsrer. Um die Sache mehr zuübersehen, wollen wir alle Arten der griechischen Trochäennehmen, und sie mit unsren vergleichen.
Sphooe, Ophra, Näi, Steuto. Wir haben nur solche,wie Sphooe. Spondeenähnliche sind bei ihnen, da nämlich,wo sie diese und ähnliche Worte als Trochäen brauchen:
Diphru, Esthlvo, Isä, Phainci, Nümphai, Hüoi. Allediese Endigungen haben wir nicht.
In beiden Sprachen sind eine große Anzahl Trochäen, diesich mit Einem Consonantcn endigen. Ich will nur einigeanführcn:
Ballen, werfen, Phootes, Mannes, hänich', menschlich,Soisin, Freundin.
Viele unsrer Trochäen endigen sich mit zwei Consonantcn,auch wohl mit dreien. Diese haben die Griechen nicht.