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gemacht haben sollten, als sie bisher davon gehabt haben; sowird es ihnen vielleicht nicht unangenehm sepn, wenn ichnoch etwas von der Kunst Gedichte zu lesen, hinzusetze. Esist mit Recht der zweite Wunsch jedes Dichters, der fürdenkende Leser geschrieben hat, daß sie diese Geschicklichkeitbesitzen möchten; eine Geschicklichkeit, die Boileau, der siebesaß, für so wichtig hielt, daß er dem glücklichen Vorleserden zweiten Platz nach dem Dichter anwies. Zu unfernZeiten, da man so sehr aufgehört hat, sich aus der gutenVorlesung ein Geschäft zu machen, ist es genung, dieß wenigedavon zu sagen. Zuerst müßten wir die Biegsamkeit unsrerStimme, und den Grad ihrer Fähigkeit, den Wendungenund dem Schwünge des Gedanken mit dem Tone zu folgen,durch leichte und scherzhafte Prosa, kennen kernen. Hieraufversuchten wir die poetische Erzählung, und das Lied. EinSchritt, der schwerer ist, als er scheint. Dann gingen wirzu dem Lehrgedichte, oder dem Trauerspiele fort. Hier wür-den wir finden, daß auch die sorgfältigste Reinigkeit derJamben den Fehler der Eintönigkeit nicht ersetzen konnte;und daß sogar Jamben von genauerer Ausarbeitung, durchdie immer wieder kommende kurze und lange Splbe unver-merkt verführt, von der eigentlichen Anssprache mehr ab-wichen, als selbst diejenigen Herameter, die mit wenigerSorgfalt gearbeitet sind. Von den Jamben erhüben wir unsweiter zu den volleren Perioden der Redner. Wenn wir dieselesen könnten; so fingen wir mit dem Herameter an. Mirbrauchten hierbei seine prosvdische Einrichtung eben nicht zuwissen: und da die Geschicklichkeit, die Redner zu lesen, vor-ausgesetzt wird; so dürften wir nur mit der gesetzten Männ-lichkeit, mit der vollen und ganzen Aussprache, und, wennich so sagen darf, mit dieser Reife der Stimme, den Herameter