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hitzig erweitert, und sich aus der Harmonie eines Gedichtsin die Musik »ersteigt. Ich muß zwar zugestehn, daß esFälle gicbt, wo der lebendige Ausdruck dasjenige stark sagenmuß, was er sagen will. Aber überhaupt sollte man dieRegel festsetzen, sich demselben vielmehr zu nähern, als ihnzu erreichen. Und die Anwendung dieser Regel sollte mannur bei der Beurthcilung seiner Arbeit nvthig haben. Dennwenn diese Art Schönheit recht gelingen soll, so muß sie imFeuer der Ausarbeitung fast unvermerkt entstehen.
Auf eine Verbesserung der Harmonie von einer ganz an-dern Art, und die nur den Vers an sich angeht, haben sicheinige unter uns eingelassen, da sie eine Splbe mehr vorden homerischen Hexameter setzten, um, wie es scheint, durcheinen jambischen Anfang das Ohr, wegen der Ungewöhnlich-keit des neuen Verses, schadlos zu halten. Aber sic habenzween nicht unwichtige Cinwürfe wider sich. Da der Hera-Meter eben so lang ist, al-s ihn das Ohr verlangt, wenn eseinen merklichen Absatz einer vollen Harmonie, und nicht mehrauf einmal fordert; so dehnen sie die Länge des Verses überdie Gränzen der Natur aus.
Weil sich aber diese Gränzen nur durch ein gewisses Urtheildes Ohrs bestimmen lassen; so kann ich mich, wegen seinerwahrscheinlichen Richtigkeit, nur auf die beständigen Musterder Griechen und Römer berufen, die doch sonst so abgeneigtnicht waren, neu zu seyn, und in ihren theatralischen Jambenoft so sehr von einander unterschieden sind, daß es eben da-her so schwer wird, diese Vcrsart genau zu bestimmen.Der zweite Einmurf ist, daß die, so die Splbe noch hinzu-setzcn, nicht selten in Gefahr sind, zween Verse statt eines zumachen.
Noch eine andre Sorgfalt, - dem neuen Verse eine gute