Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
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Buchstaben folgen; und eS wird nur alsdann verdrüßlich,wenn diese Buchstaben mit einer gewissen Ungclenkigkeit derZunge ausgesprochen werden. Ob wir nun gleich auf dereinen Seite, in Absicht auf die Feinheit des Wohlklangsverlieren; so gewinnen wir, in Betrachtung einer ganz neuenMannichfaltigkeit, welche die Griechen nicht hatten, beinahemehr, als uns, durch die genaue Feinheit, entgeht. ZumBeweise dessen wähle ich vorzüglich den Daktylus, weil erhinter der langen Sylbc zwo kurze hat. Da unsre kurzeSylbe auf zwo Arten, und bisweilen auch auf die dritte,kurz ist; der Griechen ihre hingegen nur auf Eine und seltenauf zwo Arten: so entstehn daher so vcrschicdne Daktylen,und zugleich so viel Mannichfaltigkeit mehr, daß diese inEinem Perioden die Harmonie schon ungemein erhöht, unddenn einem ganzen Werke zu einem Vorthcile gereicht, dernicht sorgfältig genung gebraucht werden kann. Dazu kömmt,daß uns die Verschiedenheit der Daktylen auch deswegen an-genehm seyu muß, weil sie in unfern Hcramctern mehr, alsin den griechischen, Vorkommen. Dieser in einigen Fällennothwendige öftere Gebrauch der Daktylen, ist auch wohlUrsach gewesen, warum einige Neuere den sogenannten spvn-deischen Vers, der den Hexameter mit zwcen Spondeen, statteines Daktyls und Spondeen, schließt, mit dem Homer öf-ters brauchen, ohne deswegen etwas wider den Virgil zuhaben, der die Ursach nicht hatte, und es daher nur seltenthat.

Wenn wir also unfern Hexameter, nach der Prosodie unsrerSprache, und nach seinen übrigen Regeln, mit Richtigkeitausarbeiteu; wenn wir in der Anssnchung harmonischer Wör-ter sorgfältig sind; wenn wir ferner das Verhältnis, das einVers gegen den andern in dem Perioden bekömmt, verstehen;