Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
201
Einzelbild herunterladen
 

201

Jauchzet und schaut tiefer hinab, denn der Lichttag kam!

Wandelt umher froh in Labyrinthe, die hindurch Gott führt!

Noch währt er, noch währt er, der Grauntag. Ein Jahrfloh schon,

Und es säumt noch der Gerichtstag. Noch erschreckt Den des

Ausspruchs Ernst,

Welchen der Sohn Gottes verwirft. Es entfliehn qualvoll

Könige noch, rufen dem Gebirge: O Gebirg, deck' uns!

Mein deckt Gebirg euch? Noch säumt stets des UrtheilsTag.

Noch entsetzt sich, wer, o Lamm, dir, das erwürgt ward, wer

Holm dir sprach.

Stürzet, ihr Berg', über uns her, denn die Allmacht zürnt!

Der an dem Kreuz blutete, gebeut von dem Gerichtsthron

Tod!

Noch strahlt er, der Heiltag. Noch theilt Gott des LichtsErb' aus.

Noch verklärt sich Labyrinthweg. Noch enthüllt Gott der Vor-sicht Pfad.

Stets noch empfäht weißes Gewand, von des Sohns Blut hell,

Kronen empfäht, Palmen, wer dem Sohn bis in den Tod

treu war.

Thräuc des Himmels im Blicke der Erstlinge Gottes, wieglänztest

Dem du, der einst das Erbe des Lichts den festlichen Tag gibt