Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
196
Einzelbild herunterladen
 

196

Bebt dumpf auf, das Gebciu hört HerrschertonHerrnfcn, Erzengel rufen ihn laut.

Goldpalasr und bemoost Dach stürzen ein.

Im Erdgrab und Weltmeer wer entschlummertSchon lang lag, Der erwacht. Wer lebet, hörtGrannvolles Erdbeben', stirbt und erwacht.

Nacht noch war's. Das Entsetzen trat einher,

Gebot Flucht. Gefild, Hain, des Gebirgs HauptVersank, warf sich ins Meer hin. Harfe, schweig'!

Bang ruft, es ruft nun Gebärerinangst.

Donner ruft von des Throns Höhn. Harfe, schweig'!Laut droh'nd tönt Gerichtsruf der PosaunenDarein. Fürchterlich fliegt, rauscht Dvnnersturm.Wehklagend ruft drein Gcbärerinangst.

Aween Erzengel schwebten voran, da sang der Eine:

Sie sind's, ach, die wehdroh'nd der Aufruf schreckt!

Sie stehn anch von dem Tod auf! O, verschlöff' Nacht stetsIn dem Graunthal der Verwesung,

Die des Throns Ansspruch in den Abgrund stürzt!

Aween Erzengel schwebten voran, da sang der Andre:

Gcrichtsdvnncr, ach, zu furchtbar tönest duIn die Grabmale! Längrer, ewiger SchlafIst ihr Flehn; aber sie kommen aus der NachtUnd wehklagen: O, falle, Gebirg, deck' uns!