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Ist Weingärrner, ihr seyd die Reben. Jede der Reben,Welche nicht Frucht trägt, schneidet er ab; und jede, die
Frucht trägt.
Reiniget er, daß der Früchte noch mehr die Hcrrlicbe trage.Ihr erkort mich nicht; ich aber Hab' euch erkoren.
Euch Gedeihen gegeben, daß Frucht ihr trüget und wüchsetIn die Ewigkeit! Hört mein großes Gebot, und ein LabsalSey es euch, denn die Welt wird, wie mich sie gehaßt hat,
euch Haffen:
Liebet euch unter einander! Ich lasst euch meinen Frieden,Meinen Frieden geb' ich euch. Ihm gleichet der ErdeFriede nicht. Mit Ruh' und mit Unerschrockenheit stärk' erEure Seelen. Ihr werdet euch freuen, wenn ihr mich liebet!
Also horten sic ihn die letzten Worte der WeihungAu dem nahenden Kampf und zu dem ewigen LebenSagen und sahn ihn nicht mehr. Als jetzt aus ihrer Ent-zückung
Freud' und Heiterkeit war und Ruh' der Seele geworden,Sahen sie nicht ferne von da, wo der Mittler sich wandteUnd verschwand, den Knaben Nephthoa, als schlummert' er,
liegen.
Und sie wollten ihn wecken; allein der glückliche KnabeWar gestorben. Lazarus rief: Auf, gehet und sammeltBlumen, ich mach' ihm das Grab. Sie gingen und sam-melten Blumen.
Schon erhub sich neben Nephthoa, nun bald ihn zu decken.Jener kleine Hügel, zu welchem wir All' einst kommenMüssen, zu Staube Staub. Sie nahmen den lächelnden Knaben,