94
Haßtet die Besten der Menschen, bewarft ihr Thun mit dem
Staube
Eurer schleichenden dunkeln Verleumdung und lästertet Engel!Heilig ist Der, der richtet! Bei seinem Namen: Er schaut'
auch
Auf die Frevler herab, die seine Geliebteren quälten;
Aber mit anderen Blicken, mit diesen, die jetzo euch treffenUnd mit allmächtigem Feuer in jene Tiefen euch heften,Daß ihr niedrig auf ewig dort seyd! Cr schwieg, und ein
Jüngling
Von den Jünglingen, die vor dem Tage der Reife verblühten,Selbst der Tugend künftige Märtyrer, wären die MenschenAnderer Märtyrer würdig gewesen, er sprach: Da die TugendLitt und ins Einsame floh mit nnbewunderten Thränen,
Da errieth mein Gewissen das kommende TodesurtheilUcber die Dränger. Ich wandte von ihren Thaten mein
Antlitz,
Fluchte dem Flucher, entriß, von der Jugend Feuer ergriffen,Jedem Arme mich, stampft' auf den Boden, wo Lästerer
wohnten,
Legte mich nieder und starb, ihr Todesnrthcil zu wissen.
Und nun weiß ich's; so lantet's: Der seyn wird, lächelte
segnend,
Da die Unüberwindlichen litten; der starb und lebt, sahIhren Weg voll Palmen und Elend. Er wird sie belohnen!
Schnell entschied der Richter das Schicksal der Unterdrücker;Flammeuwort der Entscheidung erscholl, und sie flohn vom
Gerichtsplatz.