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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
Seite
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vor acht Tagen, als mir das Fräulein befahl: ich solle,außer dem gewöhnlichen Bcdürfniß an Speisen, noch fürsechs Personen zurichten und täglich so fortfahrcn; aberdas dürfe niemand wissen, sogar der Herr nicht. Nun,ich that, was meines Amtes war, und schwieg. Das ge-heime Essen war fertig; das Fräulein hieß mir, alles ineinen Korb zusammcnzupackcn und mich nicht weiter darumzu bekümmern. Bald darauf setzten wir uns, wie wirhier versammelt sind, zu Tische, und als ich in die Küchezurückkam, waren die Speisen verschwunden. Des fel-gende» Tages paßte ich auf. Seht, da kam unser Fräu-lein und lief mit dem Korbe davon, als hätte sie ihn, mitEhren zu melden, gestohlen. Sie trippelte durch den lan-gen dunkeln Gang in jenen Flügel hinüber. Das warmir ein Näthsel. Ich ging ein paar Stunden nachher aufKundschaft ans. Da fand ich zwar die Thür am Endedes Ganges verschlossen; als ich aber das Ohr anlcgtc,da hörte ich Leben und Bewegung in de» öden Gemächern.Es sprachen männliche und weibliche Stimmen; doch soleise, so leise, daß ich kein Wort verstand."

Das sind Hirngespinste!" rief der ehrwürdige Nestor,der Kammerdiener, der dem Koch während der Erzählungmit merklichem Unwillen den Rücken zugckchrt hatte.Aberdas ist wahr," fuhr er fort und schlug mit der Hand aufden Tisch,das bleibt ewig wahr: daß Horchen undKlatschen ein Paar häßliche Untugenden sind, die besonderseinen Mann sehr übel kleiden."

Hiermit stand er auf und ging mit hastigen Schrit-ten fort.

Hätt' ich doch geschwiegen !" sagte der Koch etwas klein-laut.Der Alte ist, wie es scheint, von dem Gcheimniß