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Unter solchen Gesprächen gingen sic die ganze Nacht ineinem Zuge fort. Der anbrechendc Morgen erinnerte sic,die Maskenkleider abzulcgcn. Hannchen schob ihre Fleder-maus-Hülle in einen hohlen Baum, weil sie sich kein Be-denken machte, den Ersatz derselben dem alten Sünder zuüberlassen. Robert aber bewahrte seinen Domino auf,um ihn der Eigenthümerin wieder auszuliefcrn.
Nach zwei starken Tagereisen kamen die Wanderer glück-lich nach Altenhain. Robert ging am nächsten Morgenzum Pfarrer, um das Aufgebot zu bestellen.
„Sie bleiben also bei uns, lieber Meister?" sagte derGeistliche. „Haben in der Residenz nichts auSgerichtet?"
Der Bräutigam schwieg verlegen. Er wollte den ge-leisteten Schwcrtcid nicht brechen.
„Ihre Reise und die Absicht, die Sie dabei hatten, istmir kein Geheimnis!!" fuhr der Pfarrer fort. „Wir kön-nen aufrichtig darüber sprechen, und cs ist gewisser Ma-sten meine Pflicht, Ihnen zu entdecken, daß nicht unserregierender Herzog, sondern ein längst verstorbener Halb-bruder desselben, ein natürlicher Sohn des vorigen Regen-ten, ihr Vater war. — Das gestand mir Ihre selige Mut-ter auf dem Todbette und bat mich, cs Ihnen zu gelegenerZeit bekannt zu machen. — Ich hielt cs bis jetzt nicht fürnöthig; doch cs wäre geschehen, wenn ich von dem End-zweck Ihrer Reise unterrichtet gewesen wäre, und ihn nichterst gestern durch einen Brief aus der Residenz erfahrenhätte." —
So lösete der Pfarrer auf Einmal das Räthscl vonRoberts Familienähnlichkeit mit dem Herzog.
Hier endiget sich eigentlich die Geschichte; doch des Dok-tors fernere Fata gehören auch noch zur Sache, und mö-gen als ein kleines Nachspiel hier Platz finden.