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Er durchschwärmte die Ballnacht und sprach den Schcnk-tischeu fleißig zu. Als er am Morgen nach Hause kam,wunderte er sich, daß Robert nicht da war. Allein erhatte nicht Zeit, darüber nachzudeukcn; er mußte schlafen,und schlief, bis ihn ein Jude weckte, au den er einen Wech-sel, worin die Rückkunft des Herzogs zum Zahlungster-mine bestimmt war, ausgestellt hatte. Er konnte nichtWort halten; der aufgebrachte Gläubiger ließ ihn verhaften.
Auch in Altcuhaiu stieg ein Ungewittcr gegen ihn auf.Robert erzählte von ungefähr einem seiner Kunden, demAdvokaten Schlendrian, daß alle zwischen ihm und sei-ner Braut gewechselten Briefe entweder verloren gegangenoder unterschlagen worden wären. „O, das that der alteSchelm!" sagte der Advokat, ein geschworener Widersa-cher des Doktors. Die Ursache dieser Feindschaft warsonderbar. Schlendrian hatte eine alte böse Frau, die ergern dem Himmel abgetreten hätte. EinSmals ward sickrank. Er war froh und glaubte sie am sichersten los zuwerden, wenn er sic dem Doktor Wurzel in die Kur gäbe;aber wider alles Erwarten genas sic unter seinen Händen,und seit dieser Stunde warf ans ihn der getäuschte Ehe-mann einen unversöhnlichen Haß. —
Zum Unglück für den Doktor hatte Schlendrian ebenjetzt, als ihm Robert den Verlust der Liebesbriefe geklagthatte, ein Geschäft in der Hauptstadt, und ergriff mit bei-den Händen diese Gelegenheit, sich an dem ungefälligenArzte zu rächen. Robert mußte ihm eine Vollmacht aus-fertigen, daß er wegen der fehlenden Briefe bei dem Hof-postamtc Nachfragen solle. Das that er, die Briefe vonAltcuhaiu an Meister Robert waren richtig angckommcn,und der Postschrciber erinnerte sich genau, sie von Zeit zuZeit einem alten, kleinen Männlein ausgeliefert zu haben.