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„O, das ist herrlich!" sprach er. „Hinaus, hinaus!Und sobald wir heim kommen, lassen wir uns aufbietcnund trauen, damit uns der alte Quacksalber nicht weiterin die Quere kommen kann." —
Nasch waudertcn sic, ohne die Maskcnkleider abzulegen,zum Thore hinaus. Es war eine schöne, mondhelle Sep-tcmbcrnacht. Sie eilten so sehr, daß sic sich ganz ausserAthem liefen. Als sie aber die letzte» Häuser der Vorstadthinter sich hatten, wurden sic ruhiger und schütteten ihreHerzen gegen einander ans. Da kam denn vor allenDingen die vermeinte Unterlassungssünde des Briefschrci^bens zur Sprache. Beide vertheidigtcn sich mit den stärk-sten Bethcncrnngen gegen die wechselseitigen Vorwürfe,und überzeugten sich zuletzt, daß der Doctor ihre Briefeauf die Seite gebracht hatte.
„Ach, Robert, was Hab' ich gelitten!" fuhr Hainichenfort. „Ich hatte Tag und Nacht keine Ruhe. Bald hieltich dich für nntrcn, bald für todt. Ich konnte diesen pein-lichen Zustand nicht länger ertragen, und faßte mit Bewil-ligung meiner Mutter den Entschluß, dich in der Haupt-stadt aufziisuchcn, um mit einem Worte zu erfahre», wor-an ich sey. Mein erster Gang war in die rothc Enlc,weil ich mich erinnerte, daß der Doktor von diesem Gast-hofe gesprochen hatte. Es dämmerte schon, als ich heutedahin kam. Ich fragte nach dir und dem Doktor. DerWirth antwortete kurz und rauh: sie sind ansgezogcn, ichweiß nicht wohin. — Da stand ein ältlicher Herr, der ineiner Ecke des Gastzimmers bei einer Flasche Wein saßund mich immer mit einem Fcrnglasc betrachtete, von sei-nem Stuhl ans, kam freundlich näher und sagte: er wisseeure Wohnung und wolle mich dahin führen. Sein Alterflößte mir Vertrauen cin z ich folgte ihm. Er ging in