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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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hat, muß cs ausfUhrcn, muß das Höchste wagen, sonst ister ein Schuft!"

Robert, der sich nun einmal in des Kobolds Stricke»befand, und nicht Mannes genug war, sic zu zerreißen,schlich traurig in die rothc Eule und schrieb an Hannchcn.Recht so!" sagte der alte Fuchs.Ich will das Briefchenselbst auf die Post tragen." Der Schwachkopf vertrantecs ihm an; aber das liebevolle, herzliche Briefchen wardin der nächsten Straße von dem untrem» Bote» erbrochen,gelesen und zerrissen. Dann ging er auf die Post, undordnete an, daß alle Briefe, die an Meister Robert ansAltcnhain ankämcn, liegen bleiben sollten, bis sic abgcholtwurden.Ist Er der Meister Robert'k" fragte der Post-schreibcr.Ja, der bin ich," antwortete Wurzel. Aufdiese Art bemächtigte er sich des Briefwechsels der Lieben-den, die schlechterdings gegen einander erkalten und sichentzweien sollten, damit Robert, im Fall seiner Standcs-crhöhnng, eine vorthcilhaftcre Heirath schließen könne.

Auf dem Rückwege von der Post micthctc der Ränke-schmied eine nette Wohnung von einigen Zimmern ineinem Privathause. Die Herberge in der rothcn Eule war ihmnun, da er fünfzig Thalcr in der Tasche hatte, zu schlecht.Er wollte sich auch an dem Grobian, der seinen Gästennur vier und zwanzig Stunden Ercdit gab, durch plötzlicheVcrlassnng des Gasthofcs rächen. Mit Verachtung warfer ihm hin, was er noch zu bezahlen hatte, und zog aus.

Indessen war cs in der Ncsircnz ruchbar geworden,daß ein Schneider angckommcn scp, der sich für einen Sohndes Herzogs ansgcbe. Jedermann war begierig, den jun-gen Prätendenten zu sehen. Der Doktor befriedigte diesesVerlangen, indem er ihn oft in Kaffccgärtcn und an an-dere öffentliche Orte führte. Da drängte sich überall ein