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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Roberts Anblick setzte den Minister, wegen der wirklichunläugbarc» Achnlichkcit mit dem Herzog, in Erstcmnen:er wäre ober wohl ei» ungeschickter Staatsmann gewesen,wenn er diese Empfindung durch die flüchtigste Miene vcr-rathcn hatte. Mit unverändertem Gesichte, wie ein Mar-morbild , und mit kalten, gleichgültigen Worten fragte ernach alle» Umständen, die zur Erläuterung des an denHerzog erlassenen Briefes dienen konnten, und schloß die-ses Verhör mit dem Bescheide, daß er ihre Aussagen Sr.Durchlaucht Vorträgen werde.

Der Doktor hupfte lustig die Treppe hinab. In seinenAugen war die Sache nun schon gewonnen. Als er je-doch unten auf der Straße an die rothc Eule dachte, ver-wandelte sich seine Freude in Traurigkeit. Die Zahlstundewar da, er hatte kein Geld, aber viel Hunger. AuchRobert klagte darüber. Das war Jenem lieb, denn csbahnte ihm einen Weg zu dem Vorschläge, das silberneUhrchcn, das schon am Morgen verstoßen werden sollte, zuverschachern. Robert hatte jetzt weniger Lust dazu, da ihndieses Opfer nicht zu Hannchcn zurück führte; doch er wil-ligte ei», und sic erhielten für das unbedeutende Wcrkchcnvon einem Hebräer gerade so viel, daß sic das drückendeConto bezahlen und auf ein neues loszehrcn konnten.

Am folgenden Tage wurden sie wieder zum Ministergerufen. Er empfing sie mit einer finstern Miene undsagte i der Herzog habe ihre, ans eine zufällige Achnlichkcitgegründete Anmaßung, der sein Bcwußtsepn widerspreche,mißfällig empfunden. Da der gütige Fürst jedoch glaube,daß ihr gewagter Anspruch nicht ans Frevel, sondern ausEinfalt entsprungen sep, so wolle er ihnen verzeihen undsie aus verwaltender Milde sogar für die vergeblich auf-gewandten Reisekosten mit fünfzig Thalcrn entschädige».