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ihn zum Arrest bringen z» lassen. Robert jammerte laut;doch der verhaftete Stoiker versicherte lachend, cs werdeihm kein Haar gekrümmt werden.
Eine halbe Stande darauf ward er, auf Befehl desCommandantcn, einstweilen dem bürgerlichen Gericht über-liefert. Doch erhielt er, in Betrachtung seiner gelehrtenWürde, eine anständige Wohnung bei dem Stadtwachmei-stcr. Er forderte sogleich Papier, Feder und Dintc, undschrieb höchst srcimüthig an den Herzog: er sey in dieHauptstadt gekommen, um Sr. Durchlaucht einen verlore-nen Sohn zu übcrbringen, habe jedoch, durch zwei junge.Offenere zum Zorn gereizt, den Unfall gehabt, in gefäng-liche Haft zu gerathcn, und bitte daher untcrthänigst umFreiheit und Gehör. — „Sieh," sprach er zu Robert, dersich freiwillig mit ihm cinkerkcrn ließ, „sich, da hat gleichder Zufall, dem ich heute früh eine Lobrede hielt, einMcistcrstückchcn gemacht. Ich hätte mich vielleicht, ohneseine Einmischung, noch acht Tage lang besonnen, an dei-nen durchlauchtigsten Herr» Vater zu schreiben, und nunist der Brief schon fertig." —
Der Herzog hatte die löbliche Sitte, alle an ihn unmit-telbar gerichteten Zuschriften, sie mochten kommen vonwem sie wollten, selbst zu erbrechen und zu lesen, und cs^durfte Niemand auf keine Weise gehindert werden, sichbrieflich an ihn zu wenden. So gelangte denn auch desDoktors Schreiben durch den ehrlichen Stadtwachmeistcr,der es in der Hofkanzlei abgab, schnell und richtig in diefürstlichen Hände. Nach Verlauf einer Stunde war derGefangene in Freiheit gesetzt und durch einen Kanzlcibotcnbeschicken, sich sofort, nebst seinem Gefährten, zu demMinister von Secwald zu begeben. Der Bote beglei-tete sie zu ihm, und sie wurden sogleich vorgelassen.