-o-D 312
Zwieback, Wohnung und Roßfnttcr drei Thalcr nnd etlicheGroschen. Der Doktor sah ihn staunend an, und fragtemürrisch, wie diese voreilige Mahnung zu verstehen scp.
„Ganz buchstäblich!" versetzte der Wirth. „Ich habemir's aus gewissen Ursachen seit gestern zum Gesetz ge-macht, von Tag zu Tage mit meinen Gästen Rechnungzu halten und mir die Berichtigung derselben auSzubittcn."
„Wie viel Stunde» hat den» Ihr Tag?" fragte WurzelMig.
„Doch wohl so viel als der Ihrige!" brummte derWirth.
„Also vier und zwanzig!" — fuhr Jener fort. „Nungut, wenn seit meiner Ankunft vier und zwanzig Stundenverflossen seyn werden, bezahl' ich.— Indessen dient meineEquipage dem Mißtrauen zum Unterpfand«."
„Equipage!" — wiederholte der Gasthaltcr und wiegteverächtlich den Kopf von einer Seite zur andern. So trater hohnlachcnd ab.
Robert bescufzte den Bruch der zweiten Stütze. „Undwenn noch fünfzig andere brechen, so bricht doch meinMuth nicht!" sagte Wurzel, und ging mit theatralischenHcldenschrittcn in der Stube auf und nieder. Dcnnochwar er nicht beherzt genug, ein Abendessen vom Wirthe zufordern. Er befürchtete eine abschlägige Antwort und denhämischen Entscheidungsgrund: daß ein solcher Zuwachsdes Conto's den Werth der verpfändeten Equipage über-steige. Glücklicher Weise waren noch einige Brocken derReisekost vorhanden, womit Hannchcn ihren Geliebten ver-sorgt hatte. Diese vertrockneten Reste thcilten unsre Pas-sagiere freundbrüderlich mit einander und begaben sich er-müdet zur Ruhe.
Am Morgen bekam Robert das Heimweh der Liebe,