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und bat flehentlich, den Schimmel anspannen zu lassen.„Närrischer Junge," sagte Wurzel, „du weißt ja, wirhaben uns fest getrunken!" Robert erbot sich, seine silberneUhr zu verkaufen und den Wirth zu bezahlen; allein derDoktor war nicht zur Abreise zu bewegen. Er möge nicht,sprach er, einem feigen Soldaten gleichen, der, ohne einenSchuß zu thun, vom Kampfplatz entlaufe. „Kleide dich an,"fuhr er fort, „wir wollen einen Spaziergang durch dieStadt machen und uns heute ganz dem Zufall über-lassen. Ich halte viel auf ihn. Er ist oft der beste Weg-weiser zum Glücke." —
Sie gingen. Der Doktor sah allen wohlgcklcidetcnMännern, die er für angesehene Staatsbeamten hielt,scharf ins Gesicht und schielte zugleich seinen Begleiter an,um die Augen jener Herren auf den merkwürdigen Jüng-ling zu leiten. Aber sie bemerkten insgcsammt nicht, daßihnen die Wllnschelruthe seines bedeutsamen Seitenblickseinen verborgenen Schatz anzeigte. Indessen machte er inde» Straßen, die sic durchzogen, mancherlei Bemerkungen,die zum Thcil den Zweck hatten, dem jungen Meister seinHandwerk zu vcrcckcln. „Deine Zunftgcnosscn," sprach erunter andern, „sind wahre Gecken! Sic leben vomSchneiden, schämen sich aber, Schneider zu heißen,und mancher Narr schämt sich sogar, ein Deutscher zuscpn. Sieh, ans dieser Tafel steht: b,ou>8 lZueKübait,Nailleu, n»ur l>o,»me, und gegenüber: ,1e»n kierroleelclkümmick, lailleur ^our loiunie. — Dort an derEcke wohnt, wie cs scheint, ein ganz vernünftiger Mann,der nennt sich K l c id c r m a ch c r, hier aber stoßen wirwieder auf einen rechten Hauptsantasten, mit dem ange-maßten Titel: Klciderkünstler. — O, über die elen-