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wolltc. Bei dcr ersten Fleische graute nur der Tag; abertu der Mitte der zweiten, die nun nothwcndig gereichtwerden mußte, zeigte sich die erwartete Morgcnröthc, undHerr Lciscgang ward so ausgelassen lustig, daß er dcr hüb-schen Wirthstochter, die in Geschäften durch die Stubeging, einen Äuß mit dem Zeigefinger zuwarf. Nun ist'sZeit, dachte Wurzel und rief seinen Reisegefährten ans demVersteck hervor. „Das ist der liebe junge Mann," sprach-en, „ans dessen Bekanntschaft ich Sic, mein Thcncrstcr, cin-ladc» ließ. Betrachten Sie seine Gcsichtszüge genau, undSic werden darin seine hohe Abkunft nicht verkennen." —Da Herr Leisegang von hoher Abkunft hörte, machteer einen tiefen Bückling, bat um Vergünstigung, sich seinerBrille zu bedienen, sah den Schneider scharf damit an,fuhr zusammen und schlich stumm und verblüfft wieder zuseinem Stuhle.
„Nun, was sagen Sic?" fragte Wurzel. „Nicht wahr,Sic kennen den erhabenen Stamm dieses Sprößlings?"
„Ich? ich?" — stotterte der Provisor und rieb angstvolldie Hände. „Ich kenne nichts, weiß nichts." —
„Feiner Schalk!" versetzte dcr Doctor. „Sic wissen recht^ gut, wen und was ich mcpne, und das ist auch nicht an-ders möglich, da Sie seit dreißig Jahren so oft Gelegen-heit hatten, den Herzog zu sehen." —
Der Provisor hielt sich beide Ohren zu und sagte leise:„Still, still!"
„Warum denn still?" schrie Wurzel um so lauter. „Manspricht ja vom lieben Gott, so kann man doch wohl auchvon einem Fürsten sprechen." —
„So viel Sie wollen, wenn ich nicht dabei bin. — Jchdicnc diesem Fürsten." —
„Und wir alle dienen Gott, oder sollten ihm wenig-