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„Jn Gottes Namen," sprach Herr Wurzel und nahmeine Priese Tabak. „Damit ich jedoch, in Ansehung derbemerkten Aehnlichkcit, die Ehre meiner Augen rette, sowill ich dir auf der Stelle ein Bildniß des Herzogs zeigen,das ich zu diesem Behuf in der Residenz gekauft habe."
Er ging hinaus zu seinem Schimmel, öffnete den Man-telsack, kam mit zwei zusammen gebundenen Pappendeckelzurück, und zog aus denselben einen mit bunten Farbenausgcmaltcn Kupferstich. „Herr Jemine! welche Achnlich-keit!" schrie Hannchcn auf. „Ja, nun glaub' ich alles,was der Herr Doctor sagte. — Sich nur, Robert, ganzdeine Nase, dein Kinn, deine Stirn! Wärst du zwanzigJahr' älter und mit Uniform und Orden ausstaffirt, mankönnte dich von Sr. Durchlaucht nicht unterscheiden."
Schweigend genoß Herr Wurzel dieses Triumphs. AuchRobert, in Anschauung des Bildes vertieft, gab keinenLaut von sich. Hannchcn forderte ihn auf, seine Gedan-ken zu eröffnen; er weigerte sich aber mit der Entschuldi-gung, daß er in seiner eigenen Sache nicht Richter sehnkönne. „Nun, so verlaß dich auf unser Urthcil!" sagte sic:„und triffAnstaltcn, dein Gcburtörecht geltend zu machen." —„Wie soll ich das anstelle» ?" sprach er verdrießlich. „Mirschaudert die Haut, wenn ich nur daran denke. Ich liebeRuh' und Stille, das weißt du!"
„Was Ruhe, was Stille!" donnerte Wurzel. „Manmuß sich regen, muß Lärm machen, sonst glauben die Leute,man schlafe." —
„Das mögen sie von mir denken!" cntgcgncte Robert.„Es ist besser, man schläft, als daß man wachend aufsMaul geschlagen wird." —
„Larifari!" fuhr der Doktor auf, und sagte dann miteinem langsamen pathetischen Lehrtone: „Empfange von