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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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ei» Heimchen ins Ohr: die Fürsten sind Menschen! Das war mir genug! Denn das könnt ihr glauben:wenn Leiscgang, der unaussprechlich behutsame Leisegang,in einem solchen Falle und mit solchen Gcbcrden gesteht,daß die Fürsten Menschen sind, so ist das eben so vielgesagt, als wenn ein Anderer, der kein Blatt vor denMund zu nehmen Pflegt, die ärgerlichsten Geschichten er-zählte."

Aber ich bitte Sic, Herr Doctor," fiel Robert ein,wasgeht denn das alles mich und meine selige Mutter an?"

Diese Frage," versetzte Wurzel,will ich dir beantwor-ten, ohne dabei des Spruchs zu vergessen: Oe mortui»I>il »i»i I>r»e! das ist verdolmetschet: Von Todtcn sollman nichts als Gutes reden. Deine Mutter war inihrer jungfräulichen Müthc ei» bildschönes Mädchen, dasvielen Männern den Kopf verrückte. Im siebzehnten Jahreihres Lebens verwechselte sic unser Altcuhain, ihrenGeburtsort, mit der Residenz, wo sic achtzehn: Monate langeiner gräflichen Familie als Hausjungfcr mit Ruhm diente.Dann aber kam sic Plötzlich, mit Kleidern und Geld wohlversehen, nach Altenhain zurück; vier Wochen später warMeister Niklas Robert ein schon ziemlich bejahrter hek-tischer Schwächling, den sic zuvor mit keinem Auge gese-hen hatte ihr angetranter Ehekrüppel, und siebcnthalbMonate nach der Hochzeit warst du geboren. Das allesmachte zu seiner Zeit großes Aufsehen, doch nun ist freilichGras darüber gewachsen."

Und das wollen wir nicht muthwillig wegreißen;" sagteRobert mit niedergeschlagenen Augen.Es mag den Fehl-tritt meiner Mutter, wenn sie wirklich einen begangen hat,ewig bedecken."

Langbeln's flimuitl. Sehr. VI. Bd.

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