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thekcr und der Doktor." — Ich entrüstete mich der-maßen darüber, daß ich sogleich den Zettel mit meinemStocke zerfetzte. Auch wäre wahrscheinlich meine Galle imSchauspiclhause noch reger geworden, wenn nicht währendder Vorstellung der schimpflichen Posse ein anderer Gegen-stand meine ganze Aufmerksamkeit gefesselt hätte. Daswar die höchste Person Seiner Durchlaucht unscrs gnädig-sten Landesherr», dessen Angesicht ich jetzt zum ersten Malsah. Als er aber in seine Loge trat, dünkt' cs mich, alshätte ich ihn schon tausendmal gesehen: denn die wunder-bare Gleichheit seiner Gcsichtszüge mit den deinigcn, meinjunger Freund, sprang mir wie ein Blitz in die Auge»,und je länger ich sic auf ihn heftete, desto mehr über-zeugte» sie mich, daß er dein Vater sepn müsse." —
Hier unterbrach ihn Hannchcn durch ein Gelächter; Ro-bert hingegen sah ihn finster an und verbat cs sich ernst-haft, ihm seine ehrliche Geburt streitig zu machen. „Da-mit läßt sich's gar nicht spaffcn, Herr Doktor!" fuhrer scheltend fort. „Ich bin meines seligen Vaters, desweiland ehrsame» Bürgers und Schneidermeisters, NiklasRobert, ehclciblicher Sohn und der will ich sepn und blei-ben. Bringen Sie also kein Schandmährchcn von mirunter die Leute! Ich müßte ja sonst befürchten, als. einBankart ans der Zunft gestoßen zu werden." —
„Das wär' ein großes Unglück für den Sohn einesHerzogs!" versetzte der Doktor. „Aber bleib du meinet-wegen ein armseliger Schneider! Ich will die Entdeckung,die ich machte, in meinem Busen verschließen und weiterkein Wort darüber verlieren." — Hiermit stand er aufund sagte trotzig: „Gute Nacht!"
Aber Hannchcn, das eitle Mädchen, das sich lieber einenhalben Prinzen als einen ganzen Schneider zum Bräuti-