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das werden Sie auch nicht im Sinn haben, Herr Doktor.Rücken Sic also frei mit der Sprache heraus! Ich wolltelieber taub sepn, als etwas anhören, was mein Hannchennicht wissen dürste."
Herr Wurzel schüttelte verdrießlich den Kopf und rißseinen Sarraß ans der Scheide. Erschrocken prallte dasjunge Paar zurück. „Fürchtet euch nicht!" sprach er.
„Ich aber fürchte mich, ein weibliches Ohr zum Zeugenmeines Geheimnisses zu machen. — Drum will ich wenig-stens die weibliche Zunge mit einem Eide binden, undihn nebenbei auch dir, Freund Robert, abnchmcn. Tretetdemnach näher, legt beide die drei vorder» Finger derrechten Hand auf meine Klinge und sprecht deutlich dieWorte nach, die ich euch vorsagc» werde."
Er nahm eine stolze, Ehrfurcht gebietende Stellung anund streckte sein Schwert vor sich hin. Das Liebespaarlegte, nach einigem Sträuben, die Finger darauf undsprach ihm nach: „Wir schwören, daß wir das Geheimniß,welches uns der Doktor der Arzneigelahrtheit, Herr Wur-zel, jetzt mitthcilcn wird, in unserm Herzen treu bewahrenund solches bei Verlust unserer Ehre und unserer rechtenHand, um keinen Preis ausschwatzen wollen." — Alsdiese Worte gesprochen waren, schwang er sein Schwerthoch in die Lust und sagte mit furchtbarer Stimme: „Wervon euch meineidig wird, dessen Hand ist verfallen! Ichhaue sie ihm ohne Barmherzigkeit ab, wenn ich auch zehnJahre lang deßhalb auf der Festung sitzen muß. vixi!" —
Nach dieser Ccrcmonic ließ er sich zwischen ihnen aufeine Nascnbank nieder, legte beide Hände auf RobertsSchulter und begann mit einem höchst feierlichen Tone:„Glücklicher Jüngling, schenke dein Bügeleisen, deine Scheercund de» ganzen Vorrath deiner Nähnadeln einem armen