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Ernst, sein junges Pferd nicht scheu zu machen. Er wardaber sogleich wieder freundlich, als er Roberten erblickte.„Ha, Freund! bist du hier?" rief er ihm zu. „Ich wolltedich eben besuchen, um dir eine Sache von höchster Wich-tigkeit zu entdecken."
Er stieg vor der Gartenthür ab, ließ seinen Gaul, deraus Schwäche treu war, frank und frei stehen und ginghinein. Robert und Hannchcu kamen ihm entgegen. Ersprang, wie von einer unerwarteten Erscheinung überrascht,einige Schritte zurück, stellte sich mit ausgcsprcitzten Bei-nen und cingestemmtcn Armen dem Jüngling gegenüber,starrte ihn ein Weilchen an und rief ans: „Hol' mich derTod! wie aus den Augen geschnitten!" — Hierauf zoger seine» Hut ab und sagte mit einer feierlichen Verbeu-gung: „Ich empfehle mich Hochdcncnsclbcn zu Gnaden."
Die jungen Leute wußte» nicht, ob er ein Glas überden Durst getrunken habe oder im Kopse nicht richtig sey.Robert lächelte schweigend; aber das lebhafte, mit bessern:Mundwerk versehene Mädchen sagte: „Der Herr Doktorscherzen heute sehr räthselhaft."
„Jüngfcrchen," war seine Antwort, „geh Sie unmaß-geblich an Ihre Arbeit, oder begebe Sic sich sonst ein we-nig bei Seite! Ich habe diesen: jungen Mann etwas Gehei-mes zu vertrauen."
„Wcnn's mich betrifft, Herr Doktor," fiel Robert ein,„so kann Hannchen in Gottes Namen hier bleiben. Siewissen ja, wie wir mit einander stehen."
„Gestanden haben, wird's bald heißen!" versetzteWurzel mit starker Betonung der zwei ersten Worte.
„Wie mcynen Sic das?" fragte Hannchen mit großenAugen. „Wollen Sie zwischen uns als Störcfried treten?"
„Das wär' eine vergebliche Mühe!" sagte Robert. „Aber