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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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der Landstraße hinlief, auf solche Art unterhielten, hörtensie draußen den keuchenden Galopp eines Pferdes.Dakommt wohl ein Courier!" sagte Hannchcn. Sie gucktenüber den Zaun und hatten Mühe, ein lautes Gelächterzu unterdrücken, als sic den Arzt des Städtchens, den HerrnDoktor Wurzel, daher sprengen sahn. Er war wie DonQnirotc ein Ritter von der traurigen Gestalt. Die Schen-kel seines alten Flicgcnschimmels standen am Rückgrathc sospitz hervor, daß man sie zum Anhängen eines Korbes ge-brauchen konnte. Aber wie ein standhafter, dem Unglücktrotzender Mann trug der vierbeinige Greis seinen langenHals sehr aufrecht; und ob er gleich fast ganz mit Blind-heit geschlagen war, so sah er doch immer mit rückwärtsgeworfenem Kopfe nach den Wolken. Diese schlimme, auchvielen Menschen eigene Gewohnheit, hoch in die Lüfte zuschauen und unter sich die Steine des Anstoßes unbeachtetzu lassen, verursachte manchen Sturz, der unfern Ritterin Gefahr setzte, Hals »nd Beine zu brechen. Er ver-wahrte die letzter» durch steife Stiefeln, die beinahe denganzen Schenkel bedeckten, und dennoch in Ansehung ihrerLänge nur Knabenstiefeln glichen: denn ihr gelehrter In-haber war ein kleines, winziges Männchen. Er »nd seinlanghalsigcs Roß bildeten zusammen die Gestalt eines Ka-mccls, wobei Er die Nolle des Hökers spielte. Bei demallen gab er sich durch seine Tracht das Ausehn eines tüch-tigen Raufbolds. Er trug einen großen, soldatisch ausge-suchten Hut, und ein Schwert an der Hüfte, das so großwar als er selbst.

Hannchcn, die sich mit dem possirlichen Manne gernneckte, warf ihm, als er, ohne sic zu bemerken, vorbei jagte,eine Erdscholle auf den Hut. Fluchend sah er unter demgewaltigen Dreieck hervor, und warnte mit scheinbarem