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t>m, auf Deine Rechnung zu schreiben? — Dein Bekcnnt-niß, daß Du Werke der Finstcrniß treibst, überliefert Dichdem peinlichen Gericht und dem Tode: doch aus besonde-rer Huld will ich die verdiente Lcbcnsstrafc in Verbannungverwandeln. Hebe Dich aus meinen Augen, verlaß sofortdie Stadt Rom, und innerhalb dreier Tage den Kirchen-staat ! — Findet man Dich nachher noch irgcnwo auf mei-nem Gebiete, so ist der Scheiterhaufen dein Loos!" —
Unerschrocken, ohne Vcrthcidignng, ohne Vorwurf ließMcndoza diesen Bannspruch auf sich hcrabdonnern, wandtesich kaltblütig und rief: Anna, ziehe die Rebhühnervom Spieße! Der Herr Dechant speiset nichthier!"
Der heilige Vater schauderte bei diesen Worten zusam-men, rieb sich die Augen, und mit Schrecken sah er sichaus dem prächtigen vatikanischen Palaste in die rußigeWcrkstätte des Schwarzkünstlers versetzt, wo er in einemalten Lehnstuhle den schönsten Traum seines Lebens geträumthatte. — Wie man in manchem Schauspiele von Shak-speare die Begebenheiten einer Reihe von Jahren in dreiStunden auf der Bühne darstcllcn sicht: so war HerrGoldmnnd, von einem Zaubcrtrank berauscht, in »och kür-zerer Zeit Bischof, Erzbischof, Cardinal und Papst gewesen,und taumelte jetzt wieder als Dechant von Badajoz ausden hölzernen Armen eines gebrechlichen Schlafscssels em-por. Mcndoza, der Baumeister jener Luftschlösser, sahihm scharf ins Gesicht; die Tcufclchen in den gläsernenKerkern sprangen mit Gelächter auf und nieder und klatsch-ten in die Hände. Der entthronte Priester konnte vorScham, daß er in der mit ihm angestcllten Herzcnsprü-fung so schlecht bestand, die Augen nicht aufschlagcn. Erstürzte, ohne Abschied zu nehmen, zur Thür hinaus, fand