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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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nach allem, was bisher mit mir vorging, ist es außerZweifel, daß ich zu seinem Nachfolger gewählt werde.Dann, Freund, dann sollst Du den Vorwurf des Undanks,de» Du einst den Priester» machtest, durch das Oberhauptder Kirche stattlich widerlegt scheu."

Was geschah! der Papst starb; die Cardinäle bezogendie gewöhnlichen Wahlzimmcr im vatikanischen Palaste,und Meudoza ließ sich in Goldmunds Zelle als dessenFamulus mit ciuschlicße». Aber der vorgebliche Dienerbeherrschte durch seine geheimen Künste die erlauchte Wahl-versammlung, und zauberte glücklich uuserm spanischen Car-dinal die päpstliche Krone auf's Haupt.

Der neue Statthalter Gottes hatte nun nicht nur dieSchlüssel des Himmels, sondern auch die Schlüssel zu einerergiebigen Schatzkammer in den Händen, und durfte nureinen tapfer» Griff hinein thun, um den Schöpfer seinerGröße und Herrlichkeit zufrieden zu stellen: aber dessenungeachtet bekam der Zauberer nicht so viel, als man vomNagel blasen kann. Der heilige Vater bereicherte blvs,nach dem Beispiele seiner Vorfahren, eine Schaar vonVerwandten, die gleich einem Schwarme hungriger Flie-gen ans Spanien anlangte.

Mendoza blieb lange Zeit ein geduldiger Zuschauer.Da man aber seiner ganz vergaß, und ihn, dessen Hülfenicht weiter nöthig war, als eine Null im Vatikan behan-delte: so faßte er sich endlich ein Herz, den undankbarenPapst an die hohen Versprechungen des Dechanten, desBischofs, des Erzbischofs und des Cardinals zu erinnern.Er that cs mit der bescheidensten Demuth; aber stolz sahder heilige Vater ans ihn herab und sagte mit furchtba-rer Stimme:Wie kannst Du Dich erfrechen, die Acmtcrund Würden, die mir durch Gottes Gnade» zu Thcil wur-