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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Er öffnete jetzt eine Thür, die nach der Küche hinausging, und rief mit lauter Stimme:Anna, stecke zweiRebhühner an den Spieß! Der Herr Dechantspeiset hier."

Darauf führte er seinen Gast in ein schwarzberauchtcs,mit Zauberbüchcrn und Gerüchen der Goldmacherkunst an-gefülltes Gewölbe, das er seine Werkstatt nannte. Diegrößte Merkwürdigkeit dieses Gemachs waren einige kleineschwarze Teufelchcn, die, in gläserne Flaschen cingcschloffcn,den ankommcndcn Fremdling mit drolligen Verbeugungenund Freudensprüngen begrüßten.

Setzt Euch, Herr Dechant!" sagte Mendoza.MeineWeisheit ist trocken; wir wollen sie mit gutem Wein be-feuchten."

Er hob am Fußboden eine Fallthür auf, stieg mehrereStufe» hinab, kehrte mit einem steinernen Kruge zurück,schenkte daraus zwei Becher voll, nahm vom Sims einekrpstallene Phiole, und goß aus derselben, unter dumpfemGemurmel unverständlicher Zaubcrsprüche, ein paar pur-purfarbene Tropfen in den Pokal, den er dem Dechanten,mit freundlicher Nöthigung zum Trinken, hinrcichte. Gold-mund trank. Wie lange sic aber gebechert haben, darübersind keine sichere Nachrichten vorhanden, und wir habenauch wichtigere Dinge zu melden.

Es starb nämlich bald darauf der Bischof von Badajoz,und der erledigte Krummstab ward uuserm Dechanten er-thcilt. Von allen Seiten strömten ihm Glückwünsche zu.Auch Mendoza erschien in Person und empfahl sich seinerGunst und Erkenntlichkeit: denn die Erschaffung desneue» Bischofs war sein Werk. Der Hochwürdige dankteseinem Beförderer unter vier Augen mit den lieblichstenWorten, bat aber um Verzeihung, daß sich seine Dank-