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bcflissenhcit nicht sofort thätig erweisen könne. „Ich mußmich jetzt," sprach er, „auf einen hohem Fuß cinrichtcn,und diese dringenden Ausgaben erschöpfen meinen Seckcl.Zieht aber dcßhalb Eure Hand nicht von mir ab, lieberFreund! Arbeitet mich vielmehr noch höher empor, und derverschobene Abtrag meiner Schuld soll Euch treffliche Zin-sen tragen."
Mcndoza verbeugte sich und nahm die Anweisung ausdie Zukunst ohne Widerspruch an. Er trieb seine Artig-keit noch weiter; er ließ sich in Badajoz nieder und gingSr. Hochwnrden in allen Geschäften mit Nath und Thatau die Hand. So saß denn gewissermaßen der Teufelauf dem bischöflichen Stuhle. Doch er spielte seine Nolleuntadclhast, und mischte die Karten so geschickt, daß derRuhm des Bischofs von Badajoz durch ganz Spanien er-scholl und er nach kurzer Zeit zum Erzbischof von Sevillaernannt wurde. Ans der Reise dahin hörte er von tau-send Lippen das alte spanische Sprichwort: „Wem Gottwohl will, dem gibt er in Sevilla zu essen."
Auch dahin folgte ihm Mcndoza, und nahm sich baldnach ihrem Einzüge die Freiheit, seinen hochwiirdigstcnSchuldner um die versprochene Belohnung höflich zu er-suchen. „Ich begehre kein baarcs Geld;" setzte er milderndhinzu: „Ich erbitte mir blos ein Pfründchcn für meinenSohn, der eben jetzt seine gelehrte Laufbahn auf der hohenSchule zu Toledo vollendet hat."
„Ich werde seiner bestens gedenken," sagte der Erzbi-schof; „laßt uns nur einen guustigern Zeitpunkt erwarten.Ich muß erst noch verschiedene andere Schützlinge, die mirvon hoher Hand empfohlen wurden, unter Dach bringen.Sobald ich mir aber diese lästigen Menschen vom Halsegeschafft habe, werde ich mich der Sorge für Euren lic-