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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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och zu alt, in den Stand der Ehe zu treten: was hältSic ab, sich mit einander zu verbinden und auf diese Artder schönen Erbschaft »»zertrennt zu genießen?"

Ein herrlicher Einfall, bei meiner Seele!" rief Kies-ling.

Das glaub' ich!" sprach Ulrike mit einem schnöden,gezierten Tone.Der Herr Vetter könnte sich diesen Vor-schlag ohne Bedenken gefalle» lassen."

Ho! ho!" fuhr Jener ans.Es ist noch die Frage,wer dabei gewinnen kdcr verlieren würde. Aber ichwag's!"

Mit diesen schmeichelhaften Worten bot er ihr seine langedürre Hand. Sie wandte sich und schüttelte sich, als griffeder Tod nach ihr. Doch der Anwalt, der sich zum Ehc-stiftcr aufgeworfen hatte, stellte ihr den Vorthcil, die ganzeungcthciltc Erbschaft zu crhcirathen, mit so eindringcnderBcredtsamkeit vor, daß dadurch der unempfindliche Steinihres Herzens bewegt wurde. Sic verbesserte nach undnach die unartige Stellung, in welcher sic dem verhaßtenFreier den Rücken znkchrtc; und als sic so ihre Vorderseitelangsam hcrnmgcschraubt hatte, sagte sie mit einem feier-lichen Tone:Ich weiß, Herr Vetter, daß ich die feine,zartfühlende Seele, die mich bis zum Sterben liebte, inIhnen nicht wieder finde. Sic sind ein ungeschliffenerDiamant, denn Ihr Gcmüth ist im Grunde nicht böse;und blos in dieser Rücksicht will ich mich zu dem heiligenBunde, der allen weitern Streit zwischen uns anfhcbt,entschließen. Ich bedinge mir jedoch, daß Sie die rauheRinde, die Sie umgibt, abwcrfcn und sich besonders desAns- und Eingangs in de» schmutzigen Höhlen der öffent-lichen Versteigerungen gänzlich enthalte». Wagen Sie csja nicht, wenn wir verbunden sind, Ihr bisheriges Tröd-