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der Sturm zu einem fürchterlichen Orkan wnrdc. Zander,in seinem fliegenden Kahne stehend, verlor das Gleichge-wicht nnd fiel in den Strom. „Gott erbarme sich!" schrieLeuthold nnd beschwor seinen Sohn, den Verunglückten zuretten. „Ei was!" brummte Philipp : „Soll ich mir meineKleider verderben? — Der alte Wallfisch kann schwimmennnd wird sich selbst auf's Trockne helfen." — Doch eh' ernoch diese Worte völlig ausgesprochen hatte, stürzte sichWilhelm in die brausende Fluth und brachte mit An-strengung aller seiner Kräfte den ohnmächtigen Alten glück-lich aus Ufer.
Angstvoll war Margarethe ihrem Vater dahin entgegengegangen. Sic sah ihn aus einer Lebensgefahr gerettet,von ihrem Geliebten gerettet! Stumm vor Wchmuth danktesie Diesem mit einem Druck der Hand. In ihren Armenerhielt der Greis sein Bcwnßtscpn wieder. Er sah denJüngling ganz durchnäßt vor sich stehen und fragte sanft:„Entrissest Du mich dem Tode?" — „Gott, durch mich;"antwortete Wilhelm. „Ja, dieser brave Junge war EuerRetter!" rief Lcuthold, der jetzt ans Land stieg. „Ich mußdagegen meinen eigenen Sohn bei Euch anklagen. Erversagte Euch seinen Beistand, um seine Kleider nicht naßwerden zu lassen." —
„Ich hielt die Sache nicht für so gefährlich;" sagte Phi-lipp mit vornehmer Nachlässigkeit und rauchte seine PfeifeTabak ruhig fort.
Zander sah ihn finster an, reichte Wilhelmen die Handund sprach: „Ich danke dir indessen. Morgen reden wir wei-ter darüber."
Tages darauf ließ er, zur Feier seiner Lebenserhaltung,ein Frcudcnmahl bereiten und Wilhelmen, Lcntholdcu undandere Nachbarn dazu cinladcu. Philipp erschien als un-