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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Leben nun nicht mehr lieb. Er ging am einsamen Stromeweinend auf und nieder, und stand oft auf dem Sprunge,sich hineinzustürzen. Doch immer war cs ihm, als hielteihn ein guter Engel zurück.

Um Mitternacht schlich er mit seiner Zither, worauf eroft an Margarethens Seite fröhliche Gesänge und Tänzegespielt hatte, vor ihr Fenster und sang ein trauriges Liedvoll Verzweiflung und Lebensüberdruß. Er hoffte, Mei-ster Zander schlafe so fest, daß er dieses Schwanenliednicht höre; aber indem Wilhelm am Schluß desselben dieWorte sang:

»Ins FlutliengrabHinab, hinab!«

stürmte der Alte aus der Thür heraus und schrie:Im-mer ertränke dich, du Lump! An dir ist nichts verloren!" Wilhelm floh, von einem Steinhagel und nachgehetztenHunden verfolgt.

Den Tag hernach hatte Meister Zander seinem künfti-gen Eidam zu Ehren eine große Fischerei angestcllt. Wil-helm mußte als Gchülfe seines Pflegevaters dabei sepnund ertrug alle Kränkungen, die ihm von MargarethensVater und ihrem aufgedrungcneu Bräutigam widerfuhren,mit stiller Gelassenheit.

Es war ein schwüler, mit Gewittern drohender Tag.Bei der Heimfahrt, die sich bis gegen Abend verzog, brachdas Unwetter aus. Wilhelm, Philipp und dessen Vatersaßen in Einem Nachen beisammen. Vor ihnen her ruderteder Obermeister allein. Die sturmbewegten Wellen schäum-ten und tobten und trieben mit den leichten Fahrzeugenihr gefährliches Spiel. Die Schiffer arbeiteten sich muthighindurch und hatten beinahe schon ihr Dorf erreicht, als