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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Herr Zanders Mund in prahlende Lobeserhebungen sei-ner Tochter. Er drang in die Mutter, für eine glänzendeAusstattung schleunig zu sorgen; denn er sah schon imGeiste von allen Seiten wichtige Freier aukonuncu, undnahm sich vor, rechts und links Körbe auszuthcilcn, wennsich unbedeutende Sponsircr heranwagtcn. Sei» Ehrgeizrechnete wenigstens aufPfarrhcrrcu, Rittergutsbesitzer oderangesehene Kauflcute. Einen gcringcrn Eidam wollte ersich durchaus verbitten.

Margarethens Gedanken flogen nicht so hoch. Sic liebteden ärmsten Jüngling des Dorfs; aber Wilhelm R ö-ding war auch der bravste, und Margarethens Liebe machtesein ganzes Erdenglück aus. Diese gegenseitige Zuneigungwar nicht neu. Schon in der frühesten Jugend waren dieLeutchen unzertrennliche Gespielen. Grctcheus Vater hattedamals gegen die herzliche Eintracht der Kinder nichts zuerinnern und nannte sie oft Bräutigam und Braut. Abereine Fcucrsbruust, die in später» Jahren Wilhelms wohl-habende Acltcru ihres gesummte» Vermögens beraubte,vernichtete auch Zanders srcundschaftlichc Gesinnungen ge-gen sic. Er wollte seitdem mit den verarmten Leuten nichtsweiter zu thun habe», und des Brautstandes ward vollendsgar nicht mehr gedacht. Im Gcgenthcil litt er nicht ein-mal, daß Margarethe bei ihrer Abreise nach der Stadtihrem jungen Freunde ein Lebewohl sagte.

Während ihrer dreijährigen Abwesenheit starben Wil-helms Eltern. Ein Oheim, der alte ehrliche Fischer Leut-hold, nahm den verwaisten Knabe» zu sich und gewanndurch ihn einen treuen Stab seines Alters: den» Phi-lipp, sein eigener Sohn, befand sich in der Hauptstadt,hatte dort eine reiche Wittwc gchcirathct und den Titel