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seines Angesichts zeigte. In allen Hutten lauschte manneugierig hinter den trüben Ochsenaugen der Fenster, wenner Sonntags, von seiner Ehehälfte begleitet, mit feierlichenSchritten zur Kirche ging. Er trug dann gewöhnlich einfeines, braunes Kleid, das bis an die Kniegürtel herabmit gediegenen silbernen Knöpfen besetzt war. Seine Gat-tin prunkte nicht minder, und in beider Händen strahltenprachtvolle Gesangbücher. Wer dem stattlichen Paare be-gegnete, wich ehrerbietig auf die Seite und verbeugte sich;aber Herr Zander schritt kcrzcnsteif fürbaß und berührtehöchstens das Zobelgcbräme seiner Sammtmütze mit denFingerspitzen.
Ließ er sich bisweilen herab, die sonntägliche Gesellschaftim Wirthshausc zu besuchen, so führte er das große Wort,und niemand durfte ihm widersprechen. Er war, mit Aus-nahme des Pfarrers und des Schulmeisters, der einzigeZeitnngslescr in Hagenau, und entschied daher an derTrinktafcl, wo jene Herren nie Platz nahmen, über Kriegund Frieden. Die Engländer hatten an ihm einen schwär-merischen Verehrer und treuen Bundesgenossen. Er be-trachtete sie gewissermaßen wegen ihres Reichthums undihrer neptunischcn Geschäfte als seine Verwandten, und siegalten ihm mehr, als seine leibliche Tochter, die doch cmschönes und gutes Kind war und sich durch eine edle Ge-stalt und ein noch edleres Gemüth über tausend andereLandmädchen erhob.
Margarethe verdankte den Vorzug feinerer, doch un-verkllnstcltcr Sitten ihrer städtischen Erziehung, die sie vomzwölften bis zum fünfzehnten Jahre bei einer Base genos-sen hatte. Als sie in die Heimath znrückkam, fand dieväterliche Eitelkeit an der Ausbildung ihres Körpers undGeistes großen Gefallen. Gegen jedermann ergoß sich
Lnnjidein'S sämmtl. Schr. VI. Bd, 18