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„Unfehlbar, wenn du nur noch vier und zwanzig Stun-den reinen Mund hältst."
„Wohl! das soll gcschchn. Bestürmt er mich aber dannnoch einmal in solcher Verzweiflung, wie in der vorigenNacht, so kann ich durchaus nicht länger schweigen." —Eduard pflegte nun seines Leibes durch Speise, Trankund Schlaf, und rüstete sich so zu der langweiligen Nacht-wache, die ihm auf einem harte» Stuhle bcvorstand. Alser aber in sein Quartier zurückkam, führte ihn Ncbecka inrin nettes Stübchen, wo ein gutes Bett für ihn aufgc-schlagcn war. Er fragte nach der Ursache dieser Verände-rung. „Der Herr hat's selbst so angcordnct," antworteteRcbecka. „Unser Soldat, sagt' er, ist ein Mensch vonfeinen und bescheidenen Manieren, und oermuthlich hübscherLeute Kind: wir wollen auch ein Ucbrigcs thun, sagt' er,und ihn besser quartieren und bette», als seine Vorgänger,die manchmal gern unser Hab' und Gut auf Eine Mahl-zeit verschlungen hätten. Und wie nun der Herr das ge-sagt hatte, da war's eine Lust zu sehen, wie gefällig Mam-sell Julie Kiste» und Kasten aufschloß, Bett - und Lcincn-zeug hcrausgab, und hier im Stübchen alles selbst mitschichte» und richten half. Ja, Herr, darauf können Siestolz scpu! DaS liebe Kind hat bis jetzt noch keinem Ein-quarticrtcn zu Gefallen einen Finger geregt."
„Biel Ehre für mich!" sprach Eduard. „Mamsell Julieist wahrscheinlich die Tochter des alten Herrn?"
„Ei bewahre!" versetzte Rcbecka mit einer wichtigenMiene. Darauf sah sic sich um, ob jemand horche, tratnäher und flüsterte ihm traulich ins Ohr: „Nicht seineTochter — seine Braut! Sic zimpert zwar noch ein wenig,Wie die jungen Mädchen thun; doch die Sache wird richtig,