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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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Mordio! sie geben nichts?" fuhr Eduard auf.Jst'setwa den deutschen Philistern keine Ehre, eine» französischenSoldaten zu beherbergen? Fordre du herzhaft ein Trink-geld! Es muß dir werden."

Es versteht sich, daß er diese Worte nicht, wie ein gc-borner Deutscher, leicht und glatt hinsprach, sondern schwer-fällig und gebrochen, wie sich Ausländer gewöhnlich ver-nehmen lassen.

So kamen sie ans Haus. Der Knabe zog die Klingel.Es währte eine geraume Zeit, che sie ein paar Pantof-feln die Treppe herab Marsen hörten. Eduard erschüttertejetzt, wie ein ungeduldiger Bramarbas, mit seinem Mus-kedonuer die Hausthür-

Ho! ho!" rief inwendig die alte Köchin Rcbccka.Ist das wüthende Heer draußen?"

Murrend schob sie drei Riegel zurück, schloß auf, öffnetejedoch die Thür nur so weit, daß sie ihr Lämpchen aufKundschaft hinaus schicken konnte.

Einquartierung!" sagte der Knabe, und Eduard stieß dieungastliche Thür angelweit auf.

Herr meines Lebens!" seufzte Ncbecka.Hat denn dasElend nimmer ein Ende?"

Ein Trinkgcldchcn, wcrthe Madame!" flüsterte bittlichder Wegweiser.

Da hast du eins!" schnob sic und schlug grimmig nachihm. Aber der behende Bursch, der sich schon auf solcheMünze gefaßt hielt, zog seinen Kopf unberührt zurück.

Sehen Sie, Monsieur!" sprach er kläglich. Eduardreichte ihm ein Stück Geld. Er sprang vergnügt damitfort.

Mit finsterem Gesicht und zornigem Gerassel brachteRcbccka die Schlösser und Niegel wieder in Ordnung und