lustig, mit den ausgcthciltcn Panisbricflein i„ der Hand,dahin und dorthin vor cinzclnc» Soldaten her, und glaub-ten damit ei» so verdienstliches Werk zn thun, daß sic da-für von den Hausvätern, denen sic die Gäste zuführtcu,ein Geschenk verlangten und sich laut über Undank beklag-ten , wenn sic mit schnöden Worten oder gar noch schlim-mer belohnt wurden.
Schon hatte sich beinahe das ganze Regiment zerstreutund eilte nach seinen Quartieren. Nur wenige der Waf-fcnmänner entbehrten noch eines Führers »nd sahen sichdarnach um. Einer derselben ging auf Eduarden zu,überreichte ihm sein Qnarticrbillet und bat um Auskunft,wohin er seinen Weg zn richte» habe. Eduard nahm dasBlättchen in die Hand und las mit sonderbarer Uebcrra-schung: „Herr Elias Wipper, Fri cd r ichs str aß c
Nro.Einen Mann." Zufällig war also der
Soldat vor die rechte Schmiede gekommen. Ihm konntedas in Frage stehende Haus Niemand zuverlässiger anzci-gen, als der, an den er sich dcßhalb gewandt hatte.
Gedankenvoll, und noch immer das anziehende Blättchenbeschauend und lesend, schritt Eduard quer über den Hcl-dcnplatz nach der Mohrcnstraßc zu, um dc» Franzosen aufdem nächste» Wege nach Wippers Hause zu leiten. Aberkaum war er bei dem steinernen General Ziethen vorbei,als er, von einem abenteuerlichen Einfall ergriffen, raschumkehrte. „Wir kommen ans jener Seite näher," spracher zu seinem Begleiter und entfernte ihn im Gcgentheilvon seinem Quartiere, indem er ihn die Wilhelmsstraßehinauf, unter den Linden entlang, am Lustgarten vorbei,über den Schloßplatz hinweg, bis in die Mitte der Königs-straßc führte. Der Franzose, der von einem langen Marschermüdet und hungrig und durstig war, fragte jetzt mit ei-