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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
Entstehung
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verdrießlicher Aschenbrödel, der einem Drachen ähnlichersah, als einem Menschen, seine Nase durch eine zollbreiteOcffnnng, und begann mit dem, der cinwandcrn wollte,ein haarscharfes Verhör. Bestand der Fremdling nicht,wie er sollte, so ward er mit Schimpf abgcwicscn. Inder Regel waren nur vorthcilhaftc Geldgeschäfte ein gül-tiger Paß, der Einlaß verschaffte. Einsmals machte Eduardeinen Versuch, ob ei» Brief an Julien Eingang findenwürde. Er schrieb, unter dem Namen einer ihrer Freun-dinnen, ein paar gleichgültige Zeilen und übergab sic einemKnaben zur Bestellung. Der Junge kam unverrichteterSache zurück »nd klagte mit weinende» Augen : das Brief-chen scy nicht angenommen worden, man habe ihm aberdennoch zum Botenlohn eine gewichtige Ohrfeige verab-reicht.

Bei allen diesen ungünstigen Umständen mußte sichEduard den Zügel der Geduld anlegen und sich auf diefruchtlosen Wanderungen in der Gegend der vormund-schaftlichen Bastillc beschränken.

Eines Tages war er eben dort auf den Beinen, als einfranzösisches Infanterie - Regiment in die Stadt cinrücktc.Die rauschende Fcldmnsik, die tausend Andern, denen sicunwillkommenen Besuch in ihren Wohnungen ankündigtc,höchst widrig klang, machte auf ihn, der keinen eigenenHerd hatte, »nd daher vor nncrfrenlichcn Tischgcnossengesichert war, einen angenehmen Eindruck. Er folgte derHccrschaar zum Wilhclmsplapc, wo die dort anfgestelltcnfünf Standbilder altprcnßischer Helden mit Unmnth anzn-schen schienen, daß ei» fremdes, bewaffnetes Kriegsvolk inder Hauptstadt des von ihnen ruhmvoll verthcidigtcn Lan-des erschien und mit Qnarticrzctteln versorgt wurde. Jauch-zende Gassenbuben erboten sich zu Wegweisern, trabten