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ten Engel um sich sah, weniger vor dem Teufel, und dieMönche verloren allen Einfluß bei ihm.
Sie waren aber nicht gemeint, sich den Stuhl vor dieThur setzen zu lasse»: sic wollten vielmehr das Widcrspielthun und Adelgunden verdrängen.
Das unternahmen sic auf eine ganz besondere Weise.
Der Abt besaß eine geheime Sammlung schlüpfriger Ge-mälde , woran er sich bisweilen bei verschlossener Thürin Ruhestunde» ergötzte. Einsmals bemerkte er, daß einschönes, üppig gekleidetes Mädchen, welches sich auf demeinen Bilde in einem höchst unanständigen Selbander miteinem Liebhaber befand, mit Adelgunden die sprechendsteAchnlichkcit hatte. Diesen zufälligen Umstand benutzte derheilige Mann. Er ging des nächsten Morgens zu demabtrünnigen Olf und sagte: „Herr Ritter, ich habe Eucheine sehr unangenehme Sache zu melden. Ich ward in dervorigen Nacht durch den Ruf meines Namens aus demSchlafe geweckt, und als ich darüber aufschrack, siche, dastand vor meinem Lager ein glänzender Bote des Himmels.Frommer Dionpsius, sprach er, begib dich morgen in derFrühe zum Ritter Olf, und th» ihm kund, daß ihn seintreuloses Weib hintcrgcht und mit einem jungen Gesellenvcrbotncr Liebe pflegt. Das Auge des Himmels, das diesorgfältigsten Hüllen der Geheimnisse durchdringt, sah ihreFrevclthat, und ein Wink der Allmacht schuf dieses Blatt,das du dem Ritter als Urkunde der Wahrheit vorzcigcnsollst. — So sprach der Engel und verschwand. Ich glaubtegeträumt zu haben; aber mit Entsetzen fand ich am Mor-gen diese unzüchtige Schilderei auf meiner Decke, und über-lasse nun Euch, wie Ihr die himmlische Botschaft, die ichmit betrübtem Herzen überbringe, zu Eurem Besten gebrau-chen wollt." —