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2 (1847) Thomas von Pampel. Unterhaltungen für müßige Stunden
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Pfarrcr ein Post- und Zcitungs-Lericon ansbittcn, undversteinerte ganz, als sich beim Nachschlageu fand, daßBasel eine Stadt in der Schweiz und von Zicgenbcrgüber hundert Meilen entlegen ftp. Ein Brief aus einersolchen ungeheuren Ferne war ihm während seiner zwan-zigjährigen Amtsführung nicht unter die Hände gekommen.Er vertrante ihn daher seinem Dienstmädchen, der gewöhn-lichen Briefträgerin, nicht an, sondern bestellte ihn per-sönlich an die Behörde.

Herr Tobias machte große Augen und entfärbte sich, alser nach Erbrechung des Siegels Dietrichs Namen erblickte.Ich habe die Ehre," schrieb DietrichEw. Wohl-edlen zu melden, daß ich mich mit Kunigunden, meinermir angetranten Gattin, in der Schweiz befinde. Wirleben überaus glücklich im Schooße der Freiheit undNatur. Einem Künstler steht dre ganze Welt offen;aber ein Krämer Ihres Schlages kann sich, ohne zuverhungern, von seiner Häringstonnc nicht trennen. Esist das lustigste Abenteuer meines Lebens, daß ich vonIhnen für einen Hcrcnmcistcr gehalten und mit Folterund Scheiterhaufen bedroht ward. Sie würden sich Ih-rer Einfalt schämen, wenn ich Ihnen meine natürlichen,fast kindischen Zaubereien erklärte; ich enthalte mich aberdessen, um einige Personen, die ich als Gehülfcn brauchte,Ihrer Rache nicht bloßznstellen."

(Da diese Gefahr vorbei ist, so wollen wir die unbe-deutenden Geheimnisse dem Leser entdecken. Des Bnrge-meisters Perücke hatte der bestochene Haarkräusler mit Jung-fcrnhonig bestrichen und mit Zuckcrstanb gepudert. DieFliegen, die im verschlossenen und versiegelten Hanse schwärm-ten, wurden von Gassenbuben eingcfangcn, und Kunigundeließ sich durch die Ucberrednngsknnst der Liebe bewegen,