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Dcr Criminalprozeß begann des folgenden Tages mitgrimmiger Strenge. Herr Fidibus hoffte, durch eifrigeBetreibung desselben nicht nur Tabak in Hülle und Füllezu gewinnen, sondern auch sogar, wenn Dietrich in Ascheverwandelt sep, Kunigundens Hand zu erobern: denn daßer schon vor einiger Zeit einen Korb von ihr empfangenhatte, schrieb er einzig und allein auf des MalcrS Rech-nung, und brannte deshalb vor Begierde, den Nebenbuh-ler brennen zu sehen. Dietrich läugncte freilich Beelze-bubs Bekanntschaft in allen Verhören und lachte über dieseAnschuldigung laut; der Stadtschreibcr verließ sich aberauf die ersprießliche Wirkung der Folter, und arbeitete mitrastloser Feder nach diesem menschensrcnndlichcn Ziele hin.
Der Brand des Scheiterhaufens ward wie ein Lustfcucr-werk von allen Ziegcnbcrgcr» mit Ungeduld erwartet.Männiglich hielt den Jnguisitcn um so weniger für unschul-dig, da jeden Abend eine riescuhohc, in weiße Tücher ge-hüllte Fraucngcstalt, aus den Ruinen eines Klosters hcr-vorschreitend, ins Stockhaus ging, ohne dem Kerkermeister,nach dessen gerichtlicher Aussage, sichtbar zu werden. Eswar Kunigunde, die nnvcrrathen von dem bestochenenManne, ihren Freund besuchte und ihm Speisen brachte,indem ihr Oheim ruhig am ander» Ende der Stadt ineinem Bier- und Tabaksklubb saß. Der Hintere Theil sei-nes Hauses gränzte mit den öden Klostcrmaucrn: das lie-bende Mädchen konnte daher, von keinem Menschen gesehen,hineinschlüpfcn, sich darin vermummen und mit feierlichenGcisterschritten heraus gehen. Entlarvung hatte sic nichtzu befürchten. Zn einer solchen halsbrcchenden That warin ganz Zicgcnberg kein Heldcnhcrz vorhanden. Wer dasvermeinte Gespenst nur von fern sah, warf sich über Halsund Kopf in die Flucht. Unter diesen Umständen litt der