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wohl; cr werde vielleicht ihrer Hülfe bedurft». So erfuhrsie den» nicht, was ihrem Freunde bcvorstaud.
Herr Fidibus brachte nämlich eine Macht von dreißigbewaffnete» Spießbürgern auf die Beine, rückte damit ge-gen Abend vor Dietrichs Wohnung, und nahm ihn nacheiner lebhaften Gegenwehr, die dem vorwitzigen Heerfüh-rer selbst einen Zahn kostete, gefangen.
Gundchen war außer sich, als sic den Geliebten unterdem jauchzenden Zulauf der ganzen Stadt ins Gefängnißschleppen sah. Aber sic bot alle Geisteskraft auf, um ruhigzu scheinen: denn nur unter dieser Maske hielt sic es fürmöglich, die Hände zu seiner Unterstützung frei zu be-halten.
Kaum war sic so mit sich einig, als der Oheim in ihrKämmerchen trat und höhnisch fragte: ob sie ihres Scla-dons Verhaftung gesehen habe.
„Den Maler Dietrich sah ich arretire»;" antwortete siemit einem gleichgültigen Tone. „Was hat cr denn ver-brochen?"
„Er ist ein Zauberer!" sagte der Oheim: „Er steht mitdem Flicgenfürstcn Satan im Bunde; er hat mein HauSund meine Perücke behert; er hat den Kaiser gelästert.Du kannst ihm immer ein Todtcnhcmd nähen! Sein einzi-ger und letzter Weg, den cr noch auf Erden wandeln wird,geht zum Scheiterhaufen."
„Gott ftp seiner Seele gnädig!" seufzte Kunigunde.„Hat er sich wirklich in die schwarze Kunst eingelassen, soHab' ich kein Mitleiden mit ihm."
„Das ist vernünftig gesprochen!" rief Herr Tobias, dernichts weniger als ein Seelcnkenncr war, und von derLiebe — die zum Gelbe ausgenommen — keinen Begriffhatte.